Eine populationsrepräsentative Studie zu Folgeerkrankungen von COVID-19 in Schleswig-Holstein

Eine Anmeldung ist nur möglich, wenn Ihr 1. Infektionsdatum vor dem 01.05.2022 liegt

Anmeldung zur COVIDOM-Studie

Folgemorbidität von SARS-CoV-2 Infektionen – Auswirkungen auf Gesundheitszustand und Lebensqualität

COVID-19 ist eine neuartige Viruserkrankung, die primär die Lunge betrifft, sich aber bereits im Akutstadium auch auf zahlreiche andere Organsysteme in unterschiedlichem, bisher nicht vorhersehbarem Maß auswirkt. Angesichts der multiplen Organbeteiligung sowie der Schwere der auftretenden Organschäden ist davon auszugehen, dass es zu signifikanten chronischen Folgeschäden kommt, die die Betroffenen und das Gesundheitssystem erheblich belasten.

Folgeerkrankungen populationsrepräsentativ erfassen

Um entsprechende Präventions- und Behandlungsstrategien entwickeln zu können, ist eine möglichst bevölkerungsrepräsentative Erfassung der Folgeerkrankungen erforderlich. Hierzu bedarf es einer flächendeckenden Nachuntersuchung aller Infizierten in einem geographisch umrissenen Gebiet – in diesem Fall Schleswig-Holstein. Zu diesem Zweck führt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) eine populationsrepräsentative COVID-19-Folgemorbiditätsstudie durch. Die Studie wird eine genaue Phänotypisierung der Patientinnen und Patienten und ihrer Krankheitsstadien sowie langfristigen Verläufe ermöglichen.

Aufbauend auf langjähriger Erfahrung

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) als einziger Maximalversorger des Landes ist für COVIDOM hervorragend aufgestellt und verfügt gemeinsam mit den Universitäten Kiel und Lübeck über eine besondere Expertise im Bereich populationsrepräsentativer Kohortenstudien bei Patienten und Patientinnen mit chronischen Erkrankungen aber auch der gesunden Bevölkerung in Schleswig-Holstein.

Vernetzung und Partner

Die Folgemorbiditätsstudie COVIDOM wird in enger Kooperation mit dem Robert Koch-Institut (RKI) und den Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung (DZG) durchgeführt, insbesondere dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) sowie dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Darüber hinaus erfolgt eine enge Abstimmung und Anbindung an das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Nationale COVID-19-Forschungsnetzwerk der deutschen Universitätsmedizin (NaFoUniMed COVID19).

PCS-Score zum Download

Nach überstandener Covid 19-Krankheit können einige Symptome weiterbestehen. Das Post-Covid-Syndrom ist ein Zustand, von dem sehr viele Menschen betroffen sind, und die Forscher versuchen immer noch herauszufinden, welche Faktoren zu diesem Zustand beitragen. Dazu haben sie ein einfach zu handhabendes Klassifizierungssystem entwickelt, das dabei helfen soll. Diese ersten Ergebnisse der COVIDOM-Studie, an der auch das Universitätsklinikum Würzburg und die Charité Universitätsmedizin Berlin beteiligt sind, wurden in der Zeitschrift eClinicalMedicine veröffentlicht, die zur LANCET Discovery-Reihe gehört.

Die COVIDOM-Studie untersuchte den Gesundheitszustand von 1.400 Menschen, die eine Infektion überstanden hatten. Mit Hilfe eines neuen Klassifikationssystems, dem so genannten PCS-Score, können das Vorhandensein und der Schweregrad von PCS erfasst werden, was erstmals die Klassifizierung verschiedener komplexer Langzeitereignisse nach einer Operation ermöglicht. Mit diesem neuen Score können wir objektiv zwischen verschiedenen Schweregraden der PCS-Symptome unterscheiden“, sagt Professor Bahmer. Der PCS-Score basiert auf Fragen, die auf verschiedene Symptome abzielen. Die Fragen wurden den Probanden gestellt, nachdem sie sich von der akuten Phase der Infektion erholt hatten, um so viele Aspekte einer vermuteten PCS wie möglich zu erfassen.

Weitere Informationen folgen in Kürze…

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